Let’s talk about: Parkour mit Benjamin Grams

Er ist Parkour Athlet, Coach und Motivator, Schauspieler und Fotograf. Benjamin Grams ist ein Multitalent der Extraklasse. Er ist nicht nur mehrfacher Teilnehmer bei der stärksten Show Deutschlands auf RTL, der Fernsehshow Ninja Warrior Germany, in der er sich 2021 unter anderem die Bestzeit im Parkour Hindernislauf in der 6. Staffel holte und ebenfalls als Coach für Ninja Warrior Kids fungierte, sondern ging ebenfalls im Jahr 2021 als Gewinner der Deutschen Europameisterschaft im Fangen bei der SAT.1 Serie CATCH! hervor.

Ganz egal, was er angeht, wie im Fernsehformat, kämpft sich Benni stets ganz nach oben. Genug Gründe, um mehr zu erfahren, über den Mann, der Bewegung zu seinem Element macht. Wir haben den Parkour Sportler exklusiv interviewt und blicken gemeinsam mit euch hinter die Kulissen seines Lebens.

Was Benni tagtäglich vorantreibt und was sein Rezept zum Erfolg ist, liest du jetzt hier im exklusiven Interview mit JD.


JD exklusiv im Interview mit Benjamin Grams (@benni_grams):

Was machst du beruflich und in deiner Freizeit? Wer ist Benjamin Grams? Wie würdest du dich in 3 Worten beschreiben und wieso?

Meinen Beruf kann ich gar nicht in eine Profession fassen. Es ist sehr vielfältig und keine Woche ist wie die andere. Ich arbeite freiberuflich als professioneller Parkour Athlet, als Darsteller in Werbung & TV vor der Kamera und teilweise als Fotograf hinter der Kamera.

Um ein paar Beispiele zu nennen, wie das aussehen kann. An einem Tag bin ich Teilnehmer in TV-Formaten wie „Ninja Warrior“ oder „Catch!“, dann finde ich mich als Protagonist auf einem Werbe-Dreh wieder, produziere meinen eigenen Content für YouTube oder eine andere Kooperation, dann gibt es widerum die einen oder anderen Online-Coachings, bei denen ich Menschen in 3 Monaten helfe, sich selbst gegenüberzustellen, um gewisse Ziele zu erreichen. Im letzten Jahr war ich ebenfalls bei ein paar Ninja-Kids Camps am Start und war oft auch hinter der Kamera, um eine neue Boulder/Parkour Halle zu fotografieren. Ich schätze die Abwechslung in meinem beruflichen Leben sehr. Alles in allem immer mit dem Bezug zum Sport und des Athletendaseins.

Ich lebe nach dem Work-Life-Blending Konzept, in dem Beruf und Freizeit/Hobbies sich an vielen Stellen überschneiden. Ich habe mir irgendwann gesagt, wir verbringen so viel Zeit mit „Arbeiten“ dann soll es bitte auch Spaß machen und eine Art Erfüllung bringen.

Alles in allem liebe ich neue Herausforderungen, meine Ängste zu überwinden, neue Perspektiven und Sichtweisen einzunehmen und kennenzulernen und die Natur, besonders die Berge und das Meer. Mein Leben ist bestimmt durch Sport, Bewegung, eine Menge Energie und Freude am Tun. Außerdem liebe ich es meine Freude und Energie mit Menschen zu teilen.

Die 3 Worte, mit denen ich mich beschreiben müsste, sind definitiv: Bewegung, Freude und Energie.


Wie kamst du zum Parkour Laufen?

Als mir ein Klassenkamerad 2006 Parkour Videos vom Begründer von Parkour, David Belle, gezeigt hat waren wir so begeistert das wir direkt raus gegangen sind und es ausprobiert haben. Nach dem ersten Training war klar, das ist es. Es war so verrückt zu sehen, wie die Athleten einfach über Geländer springen oder an Häusern entlanglaufen, ganz wie in einem Action-Game.

Was bedeutet Parkour/Bewegung für dich damals und heute?

Damals war Parkour für mich das Tor in die Welt. Durch Parkour habe ich mir ein Netzwerk von Freunden und Kontakten in ganz Europa aufgebaut, indem ich immer mehr Menschen kennengelernt habe, die ebenfalls diese Begeisterung zu dem Sport teilen. So gab es regelmäßige Trainings in Stuttgart und in meiner Heimatstadt Reutlingen. Ebenso gab es Jams in ganz Deutschland und Europa, auf denen sich teilweise hunderte Parkour Athleten trafen, Tage Zusammen trainierten und einfach eine gute Zeit hatten.

Parkour bedeutete für mich Freiheit, Familie, Grenzen sprengen, Wachstum und grenzenlose Möglichkeiten und ganz wichtig: Konfrontation mit der eigenen Angst.

Heute ist vom Prinzip her nach wie vor dasselbe, nur das ein paar Dinge dazu gekommen sind. Parkour fühlt sich für mich nach wie vor an wie meine „Heimat“ und vertrautes Gelände. Wenn ich Parkour trainiere kann ich mich total fallen lassen und bin zu 110% in meiner Kraft.


Was würdest du Anfängern empfehlen, wenn sie an Parkour interessiert sind?

Wer an Parkour interessiert ist sollte es einfach mal ausprobieren. Da gibt es diverse Möglichkeiten, zum einen kann man nach einer Lokalen Community suchen, das Internet nach Kursangeboten in der Nähe durchsuchen, oder man sucht sich ein paar online Tutorials und fängt mit den Basic Übungen an. Dazu findet man auch einiges auf meinem YouTube-Kanal Benni Grams oder einen kompletten Anfänger Video-Kurs bei mir auf der Webseite.

Alles in allem, nicht so lange über seine Sache nachdenken, sondern einfach mal machen. 🙂

Was ist deiner Meinung nach der größte Fehler, den man bei Parkour machen kann?

Der Größte Fehler, den man beim Parkour machen kann, ist wenn man Sprünge nicht richtig ernst nimmt und sich bei „kleinen“ Sprüngen nicht richtig konzentriert. Ich habe in den schon bald 16 Jahren Parkour etliche Situationen gesehen, in denen Freunde bei Mini-Sprüngen gefallen sind und sich verletzt oder fast verletzt haben, einfach nur weil der Fokus nicht da war.

Da passieren auch oft die meisten Verletzungen, bei irgendwelchen Kleinigkeiten, weil man nicht voll konzentriert bei der Sache ist. Das bedeutet, Fokus, bei allen Bewegungen.

Ebenso sollte man nicht zu schnell zu große Sprünge machen, das Wichtigste ist, das die Grundlagen sitzen und man die Sprünge wirklich sicher kontrollieren kann. Einfache Regel dazu: „Einmal ist keinmal, dreimal ist einmal.“ Das bedeutet, erst wenn du einen Sprung 3-mal sicher gelandet hast zählt er als geschafft, weil du willst die Sprünge ja beherrschen und sie nicht nur aus Glück schaffen.

Was ist dein Rezept für Erfolg?

Meine persönliche Definition von Erfolg ist: „Erfolg ist, wenn man sich selbst folgt“. Das heißt, ich Messe meinen persönlichen Erfolg daran, wie viel Spaß, Freude und Energie ich an den Dingen habe, die ich tue. Ich bin davon überzeugt, wenn man Dinge gerne tut, wird man auch automatisch gut darin. Also man sollte schon eine gewisse Portion Begeisterung für die Sache mitbringen und die Verantwortung für sich selbst übernehmen, um erfolgreich zu sein.

Was sind deine für dich bisher größten beruflichen und persönlichen Erfolge? Worauf bist du stolz?

Allgemein sehe ich die Freiheit, dass ich mir meine Jobs und Projekte selbst aussuchen kann und selbst entscheide, was ich tue und zu welchen Projekten ich „Ja“ sage als meinen persönlichen Erfolg.

Ein Projekt, auf welches ich sehr stolz bin ist der BMW X4 Werbespot, welcher weltweit im TV lief. Eine High-End Werbeproduktion, 11 Tage in Barcelona und ich war der Hauptprotagonist des Clips. Als sich an den 2 Drehtagen regelmäßig 160 Augen auf mich gerichtet haben und das Signal „ACTION“ kam und ich performen musste…das war schon ein verdammt cooles Gefühl. Ich spürte, wie meine komplette Expertise aus 15 Jahren Parkour und ca. 8 Jahren Kamera/Show Erfahrung genau für diesen Moment zusammenkamen. Ganz klar, ein Highlight meiner Erfolge.

Das Zweite Highlight war eine Parkour-Show zur Premiere des Kinofilms Jack Reacher 2. Zusammen mit Team Ashigaru, dem Parkour-Team, in dem ich über 10 Jahre Teil war, performten wir auf dem Roten Teppich, direkt vor den Augen von Tom Cruise und Cobie Smulders. Ihre Begeisterung zu sehen und den Beglückwünschenden Händedruck von Tom Cruise zu bekommen war schon eine Riesenehre.

Was ist dir wichtig im Leben? Was motiviert dich? Hast du ein Motto nach dem du lebst, oder ein Zitat, dass dich besonders inspiriert?

Das wichtigste im Leben ist für mich, ehrlich, authentisch, respektvoll und mit freudiger Begeisterung durchs Leben zu gehen. Ebenso ist das Konzept der Eigenverantwortung fester Bestandteil meines Lebens, für mein Denken, Fühlen und Handeln bin ich komplett selbst verantwortlich, kein anderer. Eines meiner Lebensmottos ist:

„Das Leben ist ein Spiel und du bist der Superheld“

Gibt es andere „Parkour Athleten“ zu denen du aufsiehst bzw. die dich inspirieren? Wenn ja, wen?

Parkour ist so unendlich vielfältig, dass es mir schwer fällt mich auf eine Person zu beschränken, allerdings variiert es immer ein wenig, je nachdem in welche Richtung mein Training gerade verläuft. In den Anfangsjahren war es definitiv David Belle, mein erster Mentor Dino, Kie Willis aus UK und Pedro Salgado aus Portugal. Aber es gibt auch einige Freunde in meinem nahen Umfeld die mich stetig inspirieren und auch Anfänger, wenn ich sehe, welche Begeisterung sie mitbringen, erinnern sie mich, wie ich mich zu meinen Anfängen gefühlt habe und das widerum inspiriert mich regelmäßig.

Welche Message vermittelst du deinen Followern, was ist dir wichtig? Hast du eine Mission, wenn ja welche?

Um es in zwei Worten zusammen zu fassen: „Bewegung & Lebensfreude“. Unterstützt von dem Motto: Das Leben ist ein Spiel und du bist der Superheld. Hab Spaß an dem, was du tust, übernimm die Verantwortung und schau auf die kleinen Wunder, der Alltag ist voll davon. Konzentriere dich auf die Dinge, die dir Spaß machen und die dir Freude bringen, dann wirst du auch erfolgreich in dem, was du tust, denn ich glaube fest daran, dass mit der richtigen Motivation, kannst du alles schaffen – sogar Superheld werden. Alles in allem, ganz viel Freude und Energie und Begeisterung!


Fashionfrage: Was ist dein Lieblingsoutfit für Training und Freizeit und welche sind deine Lieblings-Sneaker in Sachen Parkour, die dir den besten Support und Komfort geben?

Da Training und Freizeit bei mir gleichgesetzt ist überschneidet sich es auch hier, von Jogginghose bis schicke Anzughose kann da alles dabei sein. Ich verfolge das Motto, immer flexible Kleidung zu tragen, dann gibt es keine Ausrede nicht zu trainieren. Training geht also immer. 🙂

Einzige Ausnahme ist, wenn ich Laufen gehe, da gibt es eine klare Regel: Das ganze Jahr über eine kurze Hose. Komfort ist das A und O bei jeder Bewegung, das Gleiche gilt für das Schuhwerk.

Ich trage zum Training meist die New Balance 574 oder ähnliche. Sie sind nicht gerade die leichtesten Schuhe, aber sie sind dafür sehr robust und haben eine durchgehende Sohle, das ist besonders wichtig, um guten Grip an der Mauer zu haben.

New Balance 574


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