Vatertag: Der adidas Samba OG oder wie ich Sneaker lieben lernte.

Alles Gute zum Vatertag!

Vatertag, was hat das denn jetzt mit Sneakern zu tun? Naja, man lernt ja immer von den Besten und das ist in meinem Fall, richtig geraten, mein Vaddi. Wenn es um Schuhe ging, sagte mein alter Herr immer „Wenn du Qualität willst, kaufst du was mit 3 Streifen drauf, damit machst du nie was falsch!“. Nun ist das nichts Ungewöhnliches, dass Eltern den Kindern Schuhe nahelegen, die sie für gut halten – bei meinem Vater war es jedoch etwas anders. Denn für ihn waren seine Sneaker mehr als ’nur Sportschuhe‘, sie waren ein Statussymbol: Aufgewachsen in der DDR, waren Markensneaker unerschwinglich bzw. schlichtweg nicht erhältlich. Sind sie heute einen Klick entfernt, hatten ein Paar ‚Westschuhe‘ einen vergleichbaren Stellenwert (wenn nicht gar mehr) eines Yeezys oder Off-White Sneakers.

 

The Story behind

Was heute fast unvorstellbar ist, war zu Jugendzeiten meines Vaters Alltag – wer ein Paar Schuhe mit den drei Streifen ergattern konnte,war der König des Viertels. Dies war meistens an West-Connection (=Kontakte in die BRD) geknüpft oder man kannte jemand, der jemanden kannte, der Sachen ‚besorgen‘ konnte. So geschah es, dass mein Vaddi eines Tages über zig Kontakte das Glück hatte, seine Hände an ein Paar  dieser Schuhe zu kriegen. Damit ist dieses Paar Schuhe wohl heute dafür verantwortlich, dass ich mittlerweile ein adidas Museum im Keller aufmachen kann: Er hatte es geschafft (mit viel Ostgeld) sich ein Paar adidas Samba zu kaufen! Anders als heute, gab es damals „nur“ die klassische (und weltweite bekannte) Version in Schwarz mit weißen Streifen.

Samba OG Double Picture

Der Samba als Ikone

1949/50 auf den Markt gebracht, ist der adidas Samba eine DER Ikonen der Sneakergeschichte. Nach dem Stan Smith ist der Samba der meistverkaufteste Schuh der Geschichte. Später revolutionierte der Schuh auch die Fußball- und später auch die Fashionwelt. Denn gemacht für die gefrorerenen Fußballplätze nach dem Krieg, macht der Samba schnell durch Komfort, Funktionalität und Haltbarkeit auf sich aufmerksam. Bis heute zeichnet er sich durch seine klassische Kombination aus Gumsohle, Gumminoppen und Wildledereinsätzen aus.

Und so kam es, wie es kommen musste: Spätestens nach dem ersten Kick mit Freunden und der triumphalen Runde durch die Stadt stand für meinen Vaddi fest, einmal adidas, immer adidas! Geprägt durch die Idole seiner Zeit, wie Beckenbauer, Müller (Gerd, nicht Thomas) und Breitner,  wurden mir quasi „die drei Steifen in die Wiege“ gelegt. Sprichwörtlich, wäre ich heute nicht da, wo ich bin, wäre es nicht für die Begeisterung meines Vaters für einen ikonischen Schuh und die Marke aus Franken.

Bis heute trägt mein alter Herr übrigens nichts anderes, denn er glaub an die Weisheit „Never change a winning team“ – Alles Gute zum Vatertag & danke für die Inspiration /// Falls der Post dein Interesse am adidas Samba geweckt hat, findest du ihn hier.

(dj)

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